Qualität

Eine Frage der Logik

Hühner scharren im HeuWoran erkennen wir die Qualität von Nahrung? Auf diese Frage gibt es so viele Antworten, wie es Interessens-Vertreter gibt. Darum heißt es gerade bei der Nahrung: Köpfchen einschalten und selbst logisch denken. Denn in unserer rein materialistisch ausgerichteten westlichen Wissenschaft wird selbst die Qualität von Nahrung nur in Quantitäten einiger selektiver Messwerte festgelegt.

Dabei genügt ein einziger Blick in einen Stall der Massentierhaltung um zu sehen und zu wissen, dass unter solchen Bedingungen keine Qualitäts-Nahrung entstehen kann. Rinder, Schweine und Geflügel aus Massentierhaltung haben in ihrem kurzen Leben nur eine einzige Lebens-Energie kennen gelernt: die von qualvollem Stress in Enge, Erstarrung und absoluter Zwangs-Bestimmung. Sie werden behandelt wie seelenlose Produktionsgüter. Und genau das ist dann die Qualität der Energie, von der wir uns nähren, wenn wir auf diesem Wege erzeugte Nahrung zu uns nehmen: Stress, Enge, Zwang und seelen-missachtende Behandlung.

Medikamenten-Cocktail oder Energie der Würde

Hinzu kommt, dass die Tiere in der Massentierhaltung mit genverseuchtem und pestizid-belastetem Futter gemästet, und mit einem Cocktail aus Antibiotika und Psychopharmaka zugepumpt werden, ohne den diese Tiere ihre lebenslange Tortur überhaupt nicht überstehen würden. Doch auch mit diesem Cocktail erreichen sie noch nicht einmal das ausgewachsene Erwachsenen-Alter, weil sie vorher geschlachtet werden oder von selbst verenden.

Und auch diesen Medikamenten-Cocktail essen wir mit, sobald Fleisch, Milch, Käse oder Eier aus der Massentierhaltung auf unseren Tellern und in unserem Milch-Kaffee landen.

Wenn wir uns von der Energie der Würde, der Gesundheit und dem Respekt vor Leben und Seele ernähren wollen, kann es daher nur heißen: "Finger weg von Massentierhaltung". Und die ist überall drin, wo kein explizites Bio-Siegel eines anerkannten Verbandes drauf ist. Darum sollten wir gerade bei allem, was vom Tier kommt, sehr genau auf gute Bio-Qualität achten. Das Gleiche gilt auch für Obst, Gemüse und Getreide, das von den Machenschaften der industriellen Landwirtschaft leider nicht verschont wird.

Bio ist das Normale

PflaumenWir brauchen weder Superfoods, noch künstlich aufgepeppte Produkte, die einen wie auch immer gearteten Mehr- oder Zusatz-Nutzen suggerieren. Was wir brauchen, sind natürlich gewachsene, ganz normale und damit qualitativ hochwertige Nahrungsmittel, die möglichst aus der Region stammen. Natürlich macht es Spaß, immer wieder Neues und Exotisches auszuprobieren. Und wer will schon auf Bananen, Zitronen und andere Leckereien verzichten, obwohl sie hier in Deutschland niemals angebaut werden können. Entscheidend ist, dass der Faktor Qualität stets wichtiger ist als Exotik.

Und Qualität erkennen wir heutzutage am Bio-Siegel eines Verbandes, dessen Regeln strikter sind als die staatlichen Gesetze. Bio-Nahrung ist nämlich genau das, was früher normal und selbstverständlich war. Was heutzutage mit dem Stempel "aus konventioneller Landwirtschaft" im Supermarkt landet, ist das, was Pestizid belastet ist und teilweise sogar unter Anwendung von Gentechnik künstlich erzeugt wurde. Und das hat die Bezeichnung "Nahrung" nicht wirklich verdient. Vieles davon macht regelrecht krank, auch wenn mächtige Lobby-Vertreter noch so oft das Gegenteil behaupten.

"Konventionell" ist das, was nur den Konzernen nützt

Eine Handvoll multinationaler Konzerne hat sich mit ihren Interessen bereits auf rund der Hälfte unserer Äcker breit gemacht. Auf diesen Äckern werden unter dem Label "Pflanzenschutz-Mittel" erst Gifte ausgebracht, die alles Leben auf diesen Äckern gezielt vernichten. Danach wächst auf diesen Äckern nur noch solches Hybrid-Saatgut vom gleichen Hersteller von dem zuvor der giftige Alles-Töter ausgebracht worden ist. Das hat weitreichende Folgen, die ausgezeichnet dargestellt werden zum Beispiel in dem Film "Glyphosat - die unterschätzte Gefahr?" in der wdr-Reihe "die story".

Es gibt keinen Zweifel daran, dass diese Anbauweisen einzig und allein den Konzernen nützen, die daran verdienen, allen Anderen aber erheblichen Schaden verursachen. Schon allein mit einem kurzen, logischen Gedankengang wird eines klar: Hybrid-Saatgut bedeutet, dass es eine Ernte hervorbringt, aus der kein neues, keimfähiges Saatgut gewonnen werden kann, weshalb für die nächste Aussaat zwingend neues Saatgut gekauft werden muss. Im Klartext bedeutet dies unter anderem, dass von den Groß-Konzernen ganz gezielt solches Saatgut gezüchtet wird, das die Weitergabe des Lebens und damit auch die natürliche Evolution unterbindet. Damit tragen die Feldfrüchte, die aus Hybrid-Saatgut gewonnen werden, genau die Energie in sich, die das Weiterleben, die Weitergabe und Weiter-Entwicklung des Lebens unterbindet.

Qualität erkennen

Fisch-Auslage mit MuschelnWenn wir uns natürlich, normal und in der Energie der Erhaltung des Lebens ernähren wollen, sollten wir das also logischerweise mit Lebensmitteln tun, die natürlich normal und unter lebens-erhaltenden Bedingungen angebaut und erzeugt wurden. Wir erkennen sie heute am sichersten am Bio-Siegel eines anerkannten Verbandes. Dazu gibt es zum Beispiel auch Metzger, die so genanntes "Naturfleisch" anbieten, um die hohen Kosten der Bio-Zertifizierung zu sparen. Wenn sie Ihre Qualitäts-Kriterien transparent darlegen, wenn darin nachprüfbar die Merkmale "ohne Gentechnik", "ohne gentechnisch erzeugtes Futter" und "aus artgerechter Haltung" enthalten sind, und wenn Sie das Ganze als vertrauenswürdig empfinden, dann kann ein Einkauf auch hier richtig sinnvoll sein.

Wer echte Bio-Qualität zu bieten hat, zeigt dieses deutlich und in aller Transparenz, zumal dadurch zu Recht ein höherer Preis verlangt werden kann. Wer nichts dergleichen zeigt und sich auch sonst eher intransparent zeigt, ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein Anbieter, dem sein kurzfristiger Gewinn wichtiger ist als unsere Gesundheit. Daher ist es im Zweifelsfalle immer der sicherste und einfachste Weg, sich beim Erkennen von Qualität an eines der relevanten Bio-Siegel anerkannter Verbände zu halten.

Die Notwendigkeit der Abgrenzung macht Bio teurer

Gemüse-Zutaten für eine vegetarische MahlzeitDer große Preis-Unterschied zwischen Bio und Nicht-Bio entsteht unter anderem durch die aufwändigen Kontrollen, die kosten-intensiven Zertifizierungen, durch den Schutz vor Verunreinigungen aus der Nicht-Bio Landwirtschaft. Also lauter Kosten, die der Bio-Wirtschaft nur entstehen, weil es die Nicht-Bio Wirtschaft gibt, die sogar noch von hohen Subventionen profitiert, und sich kaum darum kümmert, welcher Schaden dadurch entsteht.

All die regelmäßigen, engmaschigen Kontrollen, die zur Bio-Zertifizierung eines anerkannten Verbands dazu gehören, sind unverzichtbar, um die Qualität garantieren zu können.

Einfaches EU-Bio, also Bio-Waren, die ausschließlich das EU-Bio-Siegel tragen und keines von einem anerkannten Verband, ist in der Regel sehr viel preiswerter als Bio-Waren, die zusätzlich das Bio-Siegel eines Verbands tragen. Der Grund dafür sind die lascheren Regeln und Kriterien bei Erzeugung und Prüfung der Waren, weshalb reines EU-Bio auch gerne als "Bio-Light" bezeichnet wird. Wie so häufig ist da, wo "EU" drauf steht, leider ein Kompromiss drin, der dem kleinsten gemeinsamen politischen Nenner entspricht, aber nicht den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen, um die es eigentlich gehen sollte.